Südafrika – der Osten

Mit reichlich Verspätung hier nun der erste Afrikaeintrag. Hatten nicht gedacht, dass Südafrika Internet-mäßig leider so hinterm Mond ist …
Nach ca. sechs Monaten Lateinamerika stand der Kontinentwechsel an, auf nach Südafrika. Dort mit Jetlag und wenig Schlaf angekommen haben wir dir ersten Leute zwar noch mit „Hola“ begrüßt, das gab sich aber bald. Was hingegen blieb war die Langsamkeit – auch in Südafrika kann das Herausgeben des Wechselgelds 5 min dauern, das Fastfood-Essen ne Stunde zur Zubereitung benötigen oder es seine 1:20 h dauern bis man seinen Mietwagen hat (aber seit Kuba konnte Adri sich ja schon in Geduld üben).
Beim Fahren mit dem Mietwagen stellte sich der Linksverkehr als das kleinste Problem heraus. Gut, anfangs betätigt man ab und zu den Scheibenwischer beim Abbiegen (auch die Hebel für Blinker und Scheibenwischer sind vertauscht), aber das gibt sich irgendwann. Ein größeres Problem sind eher die Straßen: ihr Zustand, die  Verkehrsteilnehmer darauf und die für sie geltenden Verkehrsregeln.
Innerhalb von Ortsschaften gilt bspw. 60 km/h Höchstgeschwindigkeit. Es gibt nur keine Ortsschilder. Ab wann dann 60 gilt (zählen die vier Häuser hier nun als Ortschaft?) ist Ermessenssache. Es gibt dann logischerweise auch kein Ortsschaft-Ende Schild. Wie es überhaupt keine „Beschränkungs-Ende“-Schilder gibt. Gilt halt bis zur nächsten Einfahrt oder bis die „Gefahr“ (bspw. Schule) vorüber scheint oder bis der südafrikanische Fahrer meint, dass die Beschränkung nun mal aufgehoben sein müßte. Von letzterem ist er meist ziemlich schnell überzeugt.  Die Antwort auf solche Fragen eines Autoversicherers war „das südafrikanische Straßenverkehrsrecht ist voller Grauzonen“ ( http://www.insurancechat.co.za/2012-10/how-far-is-a-speed-limit-valid/amp/ ) …
Dann gibt es da noch freilaufende Kühe, Ziegen und besoffene Menschen auf der Bundesstraße. Und manchmal nicht ausgeschilderte Geschwindigkeitshuckel für die man von 80 km/h auf 10 km/h abbremsen muss. Oder die Straße verengt sich von drei-spurig zu zwei-spurig, wobei mal nicht wie sonst üblich und auch in diesem Fall ausgeschildert die Überholspur bestehen bleibt (der Langsame muss halt zusehen, wie er rüberkommt), sondern zur Abwechslung die andere Spur aufhört. Aufhören kann auch mal der Straßenbelag ohne Vorwarnung und mit Kante, danach geht es dann auf Schotterstraße weiter. Gut, wer von 100 km/h schnell genug runterbremsen kann.
Natürlich gab es auch für uns neue Verkehrsschilder: der durchgestrichene Anhalterdaumen oder Straßenverkaufsstand, „car-hijackjing-hotspot“ oder „high crime zone – do not stop“ (10m weiter steht dann jemand und versucht als Anhalter mitgenommen zu werden). Und natürlich der immer wieder kehrende und fast nie berücksichtigte Hinweis „keep left, pass right“ – besonders schön ist dann wenn auf der zehnspurigen Stadtautobahn die beiden äußersten rechten Spuren von einem schlingernden Lastwagen mit 30 km/h blockiert werden, auf der von links gesehen zweiten Spur ein LKW fährt und alle PKW auf Spur eins und drei überholen.

Im Krügernationalpark konnten wir an einem Tag erfahren, wie es sich in einem Umluftbackofen wohl so anfühlt (41 C und heißer Wind) und am Abend des Tages unser günstiges Supermarktzelt auf Unwettertauglichkeit testen (bestanden).

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Hatten nicht damit gerechnet, einer Löwin so nahe zu kommen.

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zebra crossing

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Elefanten vs. Löwen

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Büffel sollen gefährliche Tiere sein – sie geben keine Warnung bevor sie angreifen.

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wie die Daltons

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mächtige Tiere

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schaut uns an…

 

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Blyde River Canyon

 

Hluhluwe-Imfolozi-Nationalpark

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wunderschönes Nashorn mit riesigem Horn – leider werden Nashörner in Südafrika immer noch (und auch trotz Rangern in den Nationalparks) gejagt und grausam getötet für ihre Hörner

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Irgendwer hat sich doch da verlaufen. Oder versuchen sie Raubtiere durch wirre Musterkombinationen zu verwirren?

 

Das Fahren im uMkhuze Nationalpark war dank geteerter Straßen recht einfach, leider war der Weg dorthin aber sehr abenteuerlich: sämtliche Zufahrtsstraßen hatten einen Lehmuntergrund der sich nach dem Gewitter am Vorabend in eine rutschige Matschschicht verwandelt hatte. Nach 1,5h Stunden für 18 km kamen wir dann aber doch irgendwann mal an … „Außer“ Geparden gab es aber keine Tiere zu sehen (nicht einmal Impalas).

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Wir sind den Sanipass hochgelaufen, an dessen Spitze Lesotho beginnt. Auf der Bergkante, die hier zu sehen ist, liegt Lesotho als Hochplateau.

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Drakensberge

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In St. Lucia wurde uns nochmal bewusst, wie wichtig es sein kann eine Unterkunft genau anzuschauen (wir haben dann am gleichen Abend noch gewechselt und die Kakerlaken dagelassen).
Desweiteren muss man in diesem Ort nachts auf Nilpferde achten, die laufen dort nämlich einfach so rum und essen das Gras. Nilpferde sind zwar Pflanzenfresser, verteidigen jedoch sich selbst und ihr Territorium bis zum Tod des Gegners. Das führt zu hunderten menschlichen Todesopfern pro Jahr und macht das auf Land bis zu 40 km/h schnelle Nilpferd zum gefährlichsten Wildtier Afrikas.

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Sie sehen so friedlich und nett aus.

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Aber haben riesige Zähne und sind sehr aggressiv.

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Zurück in Johannesburg zur Mietwagenabgabe am Flughafen wurde uns nochmal bewusst, dass die größte Gefahr immer noch vom Menschen ausgeht: Der „Herbergsvater“ warnte uns ausdrücklich davor das Busbahnhofsgelände zu Fuß zu verlassen, so wir denn mit den Öffis ankämen. Haben uns dann ein Uber-Taxi vom Flughafen genommen ….

3 thoughts on “Südafrika – der Osten”

  1. Ooooooh, das ist einfach wunderschön. Wahnsinn, die ganzen Tiere. Besonders gefreut habe ich mich auch über den Mistkäfer, es gibt ja nicht nur die großen imposanten Tiere.

  2. Wunderbar, das ist ja wirklich traumhaft! Mein Favorit ist definitiv die Schildkröte: Die stolziert da mal so einfach rum und scheint ja nebst der ganzen großen und schnellen Gefährten ein gesundes Selbstvertrauen zu haben! 😀

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