Peru – der Süden

Weiter geht’s nach Paracas mit einem Ausflug zu den Islas Ballestas („Galapagos für Arme“)

Candelabra-Geoglyph: Eine riesige „Zeichnung“ im Sand (150 m hoch, 50 m breit). Es gibt kein genaues Wissen über Zeit der Entstehung, Urheber oder Bedeutung, nur verschiedene Theorien. Zum Beispiel wird sie mit den (nahe gelegenen) geheimnisvollen Nazca-Linien assoziiert oder auch als Navigationshilfe für Seeleute betrachtet. Eine weitere Theorie sieht darin das Werk eines von einem halluzinogenen Kaktus beeinflussten Schöpfers.

ein katholischer Umzug mit Mutter Gottes und einheimischen Ponchos in Arequipa

Eine der wenigen katholischen Kirchen, in der der Teufel gezeigt wird (Kathedrale Arequipa)

Jesuitenkirche in Arequipa. Das Besondere daran ist (abgesehen davon, dass sie schön ist), dass die Jesuiten nicht – wie die anderen Katholiken – die indigene Bevölkerung unterdrückt und mit allen Mitteln versucht haben sie zu bekehren, sondern versucht haben ihnen entgegen zu kommen. Deshalb finden sich an verschiedenen Stellen auch Symbole des Glaubens der indigenen Bevölkerung (z.B. sehr clever an einer anderen Wand: Weintrauben, die umgedreht aussehen wie Mais. Alle zufrieden!) Ein Detail beispielsweise hier:

Dort sieht man die drei heiligen Tiere der Inka in einem: Puma (Welt der Lebenden), Schlange (Unterwelt/vor der Geburt), Kondor (Welt nach dem Tod/Welt der Götter)

Der Markt in Arequipa auf dem es alles gibt. Sogar Froschsaft (tatsächlich Frosch durch den Mixer gedreht…, http://globalnews.ca/news/1679494/peruvians-claim-health-benefits-of-drinking-frog-juice/ ), der inzwischen offiziell in Arequipa verboten ist, jedoch die Potenz steigern soll und daher auf Nachfrage trotzdem an fast jedem Stand erhältlich ist. Was dort zu sehen ist, sind Gaben für den Schamanentisch, denn der Schamane kann Unheil abwenden und Wünsche erfüllen. Beispielsweise ist die Hochzeitsfigur für die Partnersuche oder Probleme in der Partnerschaft. Allerdings muss als Opfergabe ein totes Lamababy/ein toter Lamafötus mitgebracht werden.

Das Kreuz ist mit so vielen Symbolen versehen damit die nicht spanisch sprechenden Menschen die Geschichte Jesu verstehen.

Colca Canyon – zwei Wochen zuvor gab es dort ein kleines Erdbeben (die ganzen Anden sind Erdbebenland) mit 6 Toten. Wir waren froh, dass bei uns alles ruhig war.

Kondore nutzen die Windströmungen im Canyon

Weites, unwirtliches Land umgibt den Canyon.

Zudem waren wir noch einmal im Dschungel. Am meisten gefürchtet haben wir uns dort vor den tropischen Riesenameisen (https://de.m.wikipedia.org/wiki/24-Stunden-Ameise), denn die gibt’s zuhauf und ihr Stich schmerzt 24 Stunden lang als ob man verbrennen würde und kann ein Gliedmaß für sechs Stunden lähmen.

Tambopata-Dschungel

schlafende Fledermäuse

Kaiman tarnt sich im Geäst

Insgesamt hat Peru einige wunderschöne Ecken und eine spannende Geschichte. Allerdings muss man auch sagen, dass ein Großteil der Städte relativ hässlich ist: Häuser unverputzt, unfertig mit rausstehenden Baumetallstäben zuhauf (Immobiliensteuervorteile für noch im Bau befindliche Häuser), überall Müll und verdreckte Bäche… . Und die Peruaner sind (natürlich nicht alle, aber doch sehr viele) unfreundlich (bzw. sie wirken auf uns so): Sie drängeln sich überall vor und lächeln nicht. Nur Kinder sind oft offener (z.B. das Kind, das uns im Collectivo neugierig anstarrte und dann auf die Erklärung seines Vaters, wir wären Gringos und könnten nicht so gut spanisch sprechen, voll freudiger Erwartung in den Augen fragte, ob wir denn dann Quechua sprächen :))

3 thoughts on “Peru – der Süden”

  1. Kondor! *anguck, anguck, anguck*
    Wieder unglaublich viele tolle Bilder dabei. Die Kirche beeindruckt mich auch sehr – wie diese Gegenstände an dem Kreuz allerdings klarer machen, worum es im Christentum geht, hab ich noch nicht ganz verstanden. XD
    *nochmal Kondor anguck*

      1. Ah, TIL. Trotzdem, stell dir vor, du hast noch nie von der Bibel gehört und dann stellen Leute da ein lustiges Kreuz mit netten Gegenständen auf. Dass der Zimmermann war, errät vll noch einer, aber das mit den Sünden und dem Sterben und dem Sohn Gottes, naaaa. 😉

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